Larvenentwicklung
Die Larven leben als Parasitoide an verschiedenen anderen Insekten oder an deren Larven. Die Wirte sind dabei häufig artspezifisch verschieden, das Spektrum kann jedoch recht groß sein. So parasitiert Anthrax anthrax etwa bei verschiedenen solitären Bienen, darunter auch die Mauerbienen, andere Anthrax-Arten parasitieren bei Heuschrecken oder den Raupen von Eulenfaltern. Bei den Hemipenthes-Arten kommt es sogar zu einem Hyperparasitismus, bei dem die Larven die Eier von parasitischen Schlupfwespen (Ichneumonidae, etwa Banchus- und Ophion-Arten) sowie von Raupenfliegen (Tachinidae, Gattung Ernestia) ausfressen. Kommt es zu starkem Auftreten der Hemipenthes, können Raupenplagen mitunter sehr viel schwieriger natürlich unter Kontrolle gebracht werden, da die Parasitoide der Raupen fehlen.
Die Larven ändern während ihrer Entwicklung mehrfach ihr Aussehen (Polymetabolie). Die Erstlarve ist dabei sehr beweglich und begibt sich aktiv auf die Suche nach einem geeigneten Wirt. Sie ist zu diesem Zweck mit 5 Paar Stummelfüßen ausgestattet. Alle späteren Stadien besitzen keine Beine und haben entsprechend einen typisch madenartigen Habitus. In den Fällen, wo die Wirte solitäre Bienen oder Wespen sind, fressen die Larven erst den Futterbrei für die Wirtslarven, bevor sie sich an diesen festsaugen und diese verspeisen.
Die Überwinterung erfolgt meist als Larve, vor dem Verpuppen bilden diese nochmals ein bewegliches Vornymphenstadium aus. Die Puppe ist ebenfalls beweglich und besitzt am Vorderende Dornen und am Hinterleib Borsten, mit denen das Herausarbeiten aus Bodennestern der Wirte erleichtert wird. Die Imaginalhäutung erfolgt erst im Freien.
Im Bild rechts ist die Parasitierung eines Nistbrettes für Mauerbienen zu erkennen.