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Rosenkäfer

Lat. „Cetoniinae“
Unterfamilie der Familie „Blatthornkäfer“
1 Unterfamilie, 4 Arten

Die Rosenkäfer haben eine Lebensweise, bei der sich die erwachsenen Käfer fast ausschließlich von Flüssigkeiten ernähren, indem sie Wunden an Bäumen lecken oder Früchte und Nektar aufnehmen. Einige Arten zerstören jedoch auch Blüten, indem sie zarte Teile abweiden. Es gibt auch Arten, die die Brut und Nahrung von sozialen Insekten fressen. Die Larven leben in Detritus oder verrottetem Holz und können sich spezialisieren, indem sie den Detritus in Ameisenbauten oder Nestern von Greifvögeln fressen. In Bezug auf die Taxonomie werden Rosenkäfer entweder als eigenständige Familie oder als Unterfamilie innerhalb der Blatthornkäfer betrachtet. Die genaue Verwandtschaft zwischen den Rosenkäferarten ist noch unklar und umstritten. Es gibt insgesamt 15 Subtribus, die in zwei Tribus unterteilt sind.

Hierarchie

Goldglänzender Rosenkäfer
Lat. „Cetonia aurata“
Art der Unterfamilie „Rosenkäfer“
1 Art
Trauer-Rosenkäfer
Lat. „Oxythyrea funesta“
Art der Unterfamilie „Rosenkäfer“
1 Art

Lebensweise
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Die Imagines ernähren sich nahezu ausschließlich durch das Lecken an Flüssigkeiten, etwa an Wunden von Bäumen oder an Früchten und Nektar. Einige Arten betätigen sich aber auch durch Abweiden zarter Blütenteile (Staubgefäße) als Blütenzerstörer. Es gibt jedoch innerhalb der Cremastocheilini Arten, die die Brut und Nahrungsvorräte von sozialen Insekten fressen. Es wurde eine Reihe von Arten in Dung und auch in Termitennestern nachgewiesen. Die meisten Arten sind tagaktiv. Einzigartig ist der Flug der adulten Käfer, während dessen die Deckflügel nicht geöffnet werden, sondern das zweite, darunter liegende Flügelpaar (Alae) durch eine Aussparung hinter der Schulter entfaltet wird.Die Larven leben in der Regel frei in Detritus oder Mulm und in durch pilzlichen Abbau mürber und eiweißreicher gewordenem Holz. Es gibt jedoch einige Arten, die sich dabei spezialisiert haben. So fressen sie den Detritus in Ameisenbauten oder Nestern von Greifvögeln. Werden die Larven gestört, rollen sie sich auf den Rücken und bewegen sich in wurmähnlich-pulsierenden Bewegungen. Steife Dorsalborsten geben ihnen bei ihrer Bewegung Halt.

Taxonomie und Systematik
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Die Rosenkäfer werden von manchen Autoren als eigenständige Familie innerhalb der Scarabaeoidea betrachtet, Beutel & Leschen (2005) gehen vom Rang einer Unterfamilie aus, die nicht die Valginae umfasst, die als eine eigenständige Unterfamilie innerhalb der Blatthornkäfer (Scarabaeidae) betrachtet wird. Dort gehört sie zur Klade der Phytophaga. Die Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der Rosenkäfer sind noch unklar und umstritten. So ist etwa die Stellung der Valginae und der Trichiinae entweder als eigenständige Unterfamilien oder Tribus innerhalb der Rosenkäfer unklar.Die Rosenkäfer werden nach dieser Ansicht, die sich mit Ausnahme der Rangstufen der Untertaxa im Wesentlichen nach einer Klassifikation von Krikken aus dem Jahr 1984 richtet, in zwei Tribus mit insgesamt 15 Subtribus unterteilt: Tribus Trichiini Subtribus Cryptodontina (2 Gattungen; Afrotropis) Subtribus Incaina (3 Gattungen; Neotropis) Subtribus Osmodermina (1 Gattung Holarktis, 1 Gattung Orientalis) Subtribus Platygeniina (1 Gattung; Afrotropis) Subtribus Trichiina (mehr als 30 Gattungen; Neue Welt, Afrotropis, Orientalis) Tribus Cetoniini Subtribus Cremastocheilina (etwa 50 Gattungen; hauptsächlich Afrotropis, aber auch Nearktis und Neotropis) Subtribus Xiphoscelidina (etwa 15 Gattungen; fast ausschließlich Afrotropis) Subtribus Stenotarsiina (etwa 50 Gattungen; Madagaskar) Subtribus Schizorhinina (mehr als 40 Gattungen; fast ausschließlich Australien und Tasmanien, aber auch Orientalis) Subtribus Goliathina (etwa 80 Gattungen; Afrotropis, Orientalis, Nearktis) Subtribus Cetoniina (vor allem Orientalis und Afrotropis, aber auch Paläarktis und Nearktis) Subtribus Gymnetina (etwa 30 Gattungen; vor allem Neotropis) Subtribus Diplognathina (etwa 20 Gattungen; vor allem Afrotropis) Subtribus Phaedimina (5 Gattungen; Orientalis) Subtribus Taenioderina (mehr als 30 Gattungen; Orientalis)

Die Rosenkäfer haben eine Lebensweise, bei der sich die erwachsenen Käfer fast ausschließlich von Flüssigkeiten ernähren, indem sie Wunden an Bäumen lecken oder Früchte und Nektar aufnehmen. Einige Arten zerstören jedoch auch Blüten, indem sie zarte Teile abweiden. Es gibt auch Arten, die die Brut und Nahrung von sozialen Insekten fressen. Die Larven leben in Detritus oder verrottetem Holz und können sich spezialisieren, indem sie den Detritus in Ameisenbauten oder Nestern von Greifvögeln fressen. In Bezug auf die Taxonomie werden Rosenkäfer entweder als eigenständige Familie oder als Unterfamilie innerhalb der Blatthornkäfer betrachtet. Die genaue Verwandtschaft zwischen den Rosenkäferarten ist noch unklar und umstritten. Es gibt insgesamt 15 Subtribus, die in zwei Tribus unterteilt sind.

Abstammungsdiagramm

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Dieser Text basiert auf dem Artikel Cetoniinae aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 4.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.