Langrüssliges Stockrosen-Spitzmäuschen (lat. Rhopalapion longirostre)

Langrüssliges Stockrosen-Spitzmäuschen
Langrüssliges Stockrosen-Spitzmäuschen

Merkmale

Die Käfer werden ohne die rüsselartige Kopfverlängerung ca. 2 bis 4 mm lang. Der Körper ist schwarz, allerdings dicht hellgrau behaart, so dass die Käfer bei flüchtiger Betrachtung grau wirken. Neben dem Schildchen ist die Behaarung etwas verdichtet. Die Beine sind gelbbraun gefärbt. Die Fühlerkeule setzt sich aus drei locker aneinandergefügten Gliedern zusammen und ist ungewöhnlich lang, so lang wie die sechs vorhergehenden Fühlerglieder zusammen. Der lange Rüssel ist namensgebend (longiróstris, -e, lateinisch von lóngus für

„lang“ und róstrum für „Rüssel“). Es besteht ein auffallender Sexualdimorphismus in der Rüssellänge: Während der Rüssel des Männchens etwa die halbe Länge der Flügeldecken erreicht, ist der Rüssel des Weibchens nahezu körperlang.

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Langrüssliges Stockrosen-Spitzmäuschen

Verbreitung

Der Käfer ist ursprünglich im südlichen Mitteleuropa und im zentralen und östlichen Südeuropa sowie in Vorderasien und Nordafrika verbreitet, hat sein Verbreitungsgebiet aber mit der zunehmenden Popularität der Stockrose (Alcea rosea) als Zierpflanze in den vergangenen Jahrzehnten stark ausgeweitet. Inzwischen findet sich das Langrüsslige Stockrosen-Spitzmäuschen in weiten Teilen Europas, aber auch in Nordamerika.

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Lebensweise

Die Nahrung der Käfer sind die Blätter von bestimmten Malvengewächsen, während sich die Larven von den Fruchtknoten der Malven ernähren. Als Futterpflanzen kommen nur großfrüchtige Malvenarten in Frage, so dass die Käfer in Mitteleuropa praktisch ausschließlich an den als Gartenpflanzen gezogenen Stockrosen vorkommen. In anderen Gegenden der Erde wurde aber auch schon der Befall von Baumwolle beobachtet. Zur Eiablage im Juni und Juli werden von den Weibchen mit dem Rüssel Gänge in die Knospen der Wirtspflanze

gebohrt und in diese Eier abgelegt. Die Larven fressen sich durch die Knospe hindurch zum Fruchtknoten, von dem sie sich ernähren. Innerhalb von vier bis sechs Wochen wird von jeder Larve so eine Frucht gefressen. Vor der Verpuppung wird durch die Larve ein Schlupfloch in die bis dahin entwickelte Samenkapsel der Wirtspflanze gefressen, das mit einem weißen Sekret verschlossen wird. Durch dieses Loch verlässt der vollentwickelte Käfer die Samenkapsel, der dann nicht mehr in der

Lage wäre, die Kapsel zu öffnen. Der Schlupf der Käfer, die anschließend überwintern, erfolgt ab September.

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Bekämpfung

Die ausgewachsenen Käferchen lassen sich bei Gefahr von der Pflanze fallen. Wenn man die Pflanze vorsichtig über eine ausreichend große Schüssel biegt und dann kräftig gegen den Stängel klopft, lässt sich der Befall wirksam reduzieren.

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Gefährdung

Die neobionte Art gilt in Deutschland als ungefährdet.

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Literatur

Heinz Freude, Karl Wilhelm Harde, Gustav Adolf Lohse (Hrsg.): Die Käfer Mitteleuropas. Band 10: Bruchidae–Curculionidae 1. Goecke & Evers, Krefeld 1981, ISBN 3-87263-029-6.

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Weblinks

Käfersteckbrief Steckbrief bei insektenbox.de

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Das hier soll kein trockenes Lexikon sein. Den Rahmen für unsere Bilder bilden persönliche Geschichten und einfühlsame Artikel: „In meinem Netz“ Ich bin Natalie, die Kürbisspinne, und lebe im Nadelwald verborgen. Ich hoffe, dass die Menschen die Kunst meiner Netze und meine wirkliche Schönheit sehen.

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