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Edelfalter

Lat. „Nymphalidae“
Familie der Infraordnung „Schmetterlinge“
1 Familie, 4 Arten

Der Text handelt von den Merkmalen, der Lebensweise, Entwicklung und Systematik der Edelfalter. Die Edelfalter haben eine Flügelspannweite von 40 bis 100 Millimetern und besitzen breite Vorderflügel mit verschiedenen Farben und Mustern. Ihre Raupen ernähren sich von verschiedenen Pflanzenfamilien. Die Verpuppung der Edelfalter findet als Stürzpuppe statt und viele Unterfamilien werden neuerdings als Teil der Familie Nymphalidae angesehen. Die Biodiversität der Edelfalter liegt hauptsächlich in den Tropen Südamerikas.

Hierarchie

Schachbrett
Lat. „Melanargia galathea“
Art der Familie „Edelfalter“
1 Art
Tagpfauenauge
Lat. „Aglais“
Art der Familie „Edelfalter“
1 Art

Merkmale
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Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 40 bis 100 Millimetern. Sie besitzen breite Vorderflügel, die nur 1,4- bis 1,9-mal länger als breit sind. Ihre Flügelgrundfarben sind meist: Dunkelbraun, Orangebraun, Gelbbraun, Gelb, Rot, Blau, Violett oder Schwarz; die einzelnen Unterfamilien unterscheiden sich aber zum Teil deutlich in ihrer Färbung voneinander. So haben z. B. vor allem die Augenfalter (Satyrinae) Augenflecken auf den Flügeln und die paläarktischen Vertreter der Heliconiinae sind an den Perlmuttflecken auf ihren Flügelunterseiten zu erkennen (Perlmuttfalter). Die Scheckenfalter (Melitaeini) weisen eine charakteristische schwarze und orange Zeichnung auf. Alle Edelfalter haben gemeinsame Merkmale, die sie von allen anderen Schmetterlingsfamilien unterscheiden (Synapomorphien): Sie haben entlang der Unterseite über alle Segmente der Fühler verlaufende, längliche Rillen (Carinae), zwischen denen zwei durchgehende Vertiefungen oder seichte Mulden liegen. Daneben ist ihr erstes Beinpaar verkümmert („Putzpfoten“). Bei den Männchen ist dies deutlicher ausgeprägt, weswegen man bei manchen Arten die Geschlechter auf diese Weise auseinanderhalten kann. Mit diesen Stummeln können sie sich lediglich putzen, sie sitzen nur auf vier Beinen. Ihre Fühler sind etwa halb so lang wie die Vorderflügellänge und sind am Ende keulenförmig verbreitert. Die Falter besitzen neben ihren Facettenaugen keine Punktaugen (Ocelli). Sie haben reduzierte, eingliedrige Kiefertaster (Maxillarpalpen) und ihre dreisegmentigen Lippentaster (Labialpalpen) sind nach oben gerichtet. Der nicht geschuppte Saugrüssel ist voll entwickelt. Ihre Vorderflügel haben zwölf Flügeladern und nur eine Analader (1b). Die Hinterflügel haben neun Adern und zwei Analadern (1a und 1b). Ihnen fehlt die Ader 1c.

Lebensweise
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Die Raupen ernähren sich von verschiedenen Pflanzenfamilien, wie z. B. von Veilchengewächsen (Violaceae), Brennnesselgewächsen (Urticaceae), Ulmengewächsen (Ulmaceae), Weidengewächsen (Salicaceae), Hanfgewächsen (Cannabaceae), Geißblattgewächsen (Caprifoliaceae) und anderen. Die Raupen der Augenfalter fressen bevorzugt Süß- (Poaceae) und Sauergräser (Cyperaceae).

Entwicklung
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Die Eier der Edelfalter sind kugelförmig und sind entweder gerillt oder haben eine netzartige Struktur. Die Verpuppung findet als Stürzpuppe statt, die oft Höcker tragen und bei vielen Arten metallisch glänzende Flecken aufweisen.

Systematik
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Viele Unterfamilien, namentlich die Augenfalter (Satyrinae), die Morphinae, die Libytheinae, die Danainae und andere wurden in der älteren Literatur (und werden von manchen Entomologen auch heute noch) als eigene Familien gewertet. Neuerdings scheint sich die Auffassung durchzusetzen, sie als Unterfamilien des Monophylums Nymphalidae einzustufen. Demnach unterteilt man die Familie in bis zu zwölf Unterfamilien, von denen sieben mit 115 Arten im deutschsprachigen Raum (D, CH, A) vorkommen. In ganz Europa kommen sie mit 244 Arten und Unterarten vor. Der Schwerpunkt ihrer Biodiversität liegt in den Tropen Südamerikas.

Weblinks#

Die Edelfalter Deutschlands Edelfalter – Fotos mit Kurzbeschreibung www.lepiforum.de: Taxonomie und Bilder Nymphalidae bei Fauna Europaea British Insects: the Families of Lepidoptera Nymphalidae (Edelfalter) Fotos & Infos (deutsch/englisch)

Der Text handelt von den Merkmalen, der Lebensweise, Entwicklung und Systematik der Edelfalter. Die Edelfalter haben eine Flügelspannweite von 40 bis 100 Millimetern und besitzen breite Vorderflügel mit verschiedenen Farben und Mustern. Ihre Raupen ernähren sich von verschiedenen Pflanzenfamilien. Die Verpuppung der Edelfalter findet als Stürzpuppe statt und viele Unterfamilien werden neuerdings als Teil der Familie Nymphalidae angesehen. Die Biodiversität der Edelfalter liegt hauptsächlich in den Tropen Südamerikas.

Abstammungsdiagramm

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Dieser Text basiert auf dem Artikel Nymphalidae aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 4.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.