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Schmalbienen

Lat. „Lasioglossum“
Gattung der Familie „Schmal- & Furchenbienen“
1 Gattung, 4 Arten

Lasioglossum ist eine Gattung von Bienen, die sehr unterschiedlich in Größe, Färbung und Körperbau ist. Es gibt Arten mit einem schwarzen, metallisch grünem, blauem oder bronzefarbenem Körper. Die Männchen haben oft einen roten Hinterleib und sind schlanker als die Weibchen. Die Weibchen haben eine Sammelbürste an den Hinterbeinen. Die meisten Arten leben in sozialen Gemeinschaften unterschiedlicher Entwicklungsstufe und nisten im Boden oder Totholz. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es 88 Arten von Lasioglossum, von denen viele selten sind. Einige bekannte Arten sind Lasioglossum calceatum und Lasioglossum malachurum in Europa und Lasioglossum zephyrum und Lasioglossum marginatum in Nordamerika.

Hierarchie

Feldweg-Schmalbiene
Lat. „Lasioglossum malachurum“
Art of Gattung „Schmalbienen“
1 Art
Lasioglossum
Lat. „Lasioglossum“
Art of Gattung „Schmalbienen“
1 Art

Merkmale
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Die Arten sind sehr variabel in Größe, Färbung und Körperbau. Die Bienen sind klein bis mittelgroß mit 3,5 bis 12 mm Körperlänge. Die einheimischen Lasioglossum-Arten haben meistens einen schwarzen oder schwarzbraunen Körper. Es gibt aber auch Arten mit metallisch grünem, blauem oder bronzefarbenem Körper (vor allem in der Neuen Welt). Bei vielen Arten ist der Hinterleib der Männchen rot gefärbt. Die Männchen sind deutlich schlanker als die Weibchen. Die Weibchen haben an den Hinterbeinen eine Sammelbürste. Im Vorderflügel sind drei Cubitalzellen. Ebenso wie die Halictus-Arten haben die Weibchen am Hinterleibsende eine kahle Längsfurche, die mit Haaren gesäumt ist. Im Gegensatz zu Halictus haben die Lasioglossum-Arten keine hellen Haarbinden an den Enden der Tergite, jedoch oft Haarbinden an der Basis der Segmente. Außerdem ist bei Lasioglossum das Flügelgeäder reduziert.

Lebensweise
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Die meisten Arten von Lasioglossum leben in sozialen Gemeinschaften unterschiedlicher Entwicklungsstufe. Es gibt sowohl solitäre als auch kommunale und eusoziale Arten mit allen Zwischenstufen. Die begatteten Weibchen überwintern in den Nestern. Im Frühjahr ziehen sie die erste Brut in der Regel selbst hoch, daraus entstehen Arbeiterinnen, die die Aufzucht der Brut danach übernehmen. Dann oder erst in einer dritten Generation entstehen Geschlechtstiere. Beide Geschlechter fliegen dann einige Zeit gemeinsam, bis die Männchen sterben und die Weibchen Überwinterungsquartiere aufsuchen. Nester können von einem einzelnen Weibchen gegründet werden oder aber von mehreren gemeinsam (Pleometrose, oft Schwestern oder Mutter und Töchter, seltener auch nicht verwandte Weibchen). Die meisten Arten nisten im Boden, einige in verrottenden Baumstämmen (Totholz). Häufig ist der Eingang zum Nest von einem kleinen Erdhügel umgeben. Die meisten Arten sind Nahrungsgeneralisten, also polylektisch. Unter den ungewöhnlicheren Arten finden sich Kleptoparasiten, nächtlich fliegende und oligolektische (auf wenige Futterpflanzen spezialisierte).

Systematik
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Lasioglossum gehört in der Unterfamilie Halictinae zur Tribus Halictini. Zu dieser Tribus gehören unter anderem auch die artenreichen Gattungen Halictus, Patellapis und Sphecodes. Die Gattung Lasioglossum kann in zwei informelle Serien unterteilt werden, basierend auf der Stärke der Distaladern des Vorderflügels. Die Lasioglossum-Serie besteht weit gehend aus solitären oder kommunalen Arten. Zwei mögliche Ausnahmen sind L. aegyptiellum und L. rubricaude, die beide Anzeichen von Arbeitsteilung zeigen, welche auf Eusozialität hinweisen. Die Hemihalictus-Serie enthält Arten mit einem weiten Spektrum des Sozialverhaltens. Sie setzt sich zusammen aus solitären, kommunalen, semisozialen, einfach eusozialen, kleptoparasitischen und sozial parasitischen Arten. Eusoziale Arten können kleine Kolonien mit nur einem oder wenigen Arbeitern aufweisen oder große Kolonien mit Dutzenden von Arbeitern. Die größten Kolonien finden sich bei L. marginatum, die fünf- bis sechsjährige Kolonien mit Hunderten von Arbeiterinnen bilden.

Einheimische Arten
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In Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen 88 Arten vor. In Deutschland gibt es 64 Arten aus den beiden Untergattungen Evylaeus und Lasioglossum s. str., viele Arten sind sehr selten. Viele Arten können nur schwer bestimmt werden, manchmal ist nicht nur ein Stereomikroskop und eine Vergleichssammlung nötig, sondern auch Genitalpräparation. Hier einige häufige Arten (nach): Untergattung Evylaeus:

Lasioglossum albipes Lasioglossum calceatum Lasioglossum fratellum Lasioglossum fulvicorne Lasioglossum laticeps Lasioglossum lucidulum Lasioglossum malachurum Lasioglossum morio Lasioglossum nitidulum Lasioglossum pauxillum Lasioglossum tarsatum Lasioglossum villosumUntergattung Lasioglossum

Lasioglossum costulatum Lasioglossum leucozonium Lasioglossum pallens Lasioglossum zonulum Einige der besser bekannten Arten sind die europäischen Lasioglossum calceatum und Lasioglossum malachurum sowie die nordamerikanische Lasioglossum zephyrum und die weit verbreitete Fransen-Schmalbiene Lasioglossum marginatum, die auch in Deutschland und Österreich vorkommt. Sie hat als einzige einen mehrjährigen Lebenszyklus und ein besonderes Kastensystem.

Weblinks#

Bestimmungshilfe (englisch) Artenliste (englisch) Verbreitungskarte (englisch)

Lasioglossum ist eine Gattung von Bienen, die sehr unterschiedlich in Größe, Färbung und Körperbau ist. Es gibt Arten mit einem schwarzen, metallisch grünem, blauem oder bronzefarbenem Körper. Die Männchen haben oft einen roten Hinterleib und sind schlanker als die Weibchen. Die Weibchen haben eine Sammelbürste an den Hinterbeinen. Die meisten Arten leben in sozialen Gemeinschaften unterschiedlicher Entwicklungsstufe und nisten im Boden oder Totholz. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es 88 Arten von Lasioglossum, von denen viele selten sind. Einige bekannte Arten sind Lasioglossum calceatum und Lasioglossum malachurum in Europa und Lasioglossum zephyrum und Lasioglossum marginatum in Nordamerika.

Abstammungsdiagramm

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Dieser Text basiert auf dem Artikel Lasioglossum aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 4.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.