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Goldwespen

Lat. „Chrysididae“
Familie infraorder „Stechimmen“
1 Familie, 2 Arten

Die Goldwespen sind auffällig gefärbte Insekten, die zur Unterfamilie der Chrysididae gehören. Sie zeichnen sich durch ihre reduzierte Anzahl an Hinterleibssegmenten aus und haben keinen funktionellen Giftstachel. Goldwespen haben eine parasitische Lebensweise und parasitieren verschiedene Arten von Stechimmen wie Faltenwespen und Bienen. Es gibt insgesamt 83 Gattungen von Goldwespen, die in fünf Unterfamilien unterteilt sind. Einige bekannte Arten sind die Gemeine Goldwespe, die Schneckenhaus-Goldwespe und die Blaue Goldwespe.

Hierarchie

Gemeine Goldwespe
Lat. „Chrysis ignita“
Art der Familie „Goldwespen“
1 Art

Merkmale
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Mit ihrer auffallenden, lebhaft metallisch-glänzenden (irisierenden) Färbung gehören die Goldwespen zu den auffälligeren Vertretern der Hautflügler, auch wenn die europäischen Arten kaum zehn Millimeter an Körpergröße erreichen. Viele Arten sind sogar kleiner als fünf Millimeter. Die Goldwespen unterscheiden sich von anderen Wespen durch die Reduktion der Anzahl der sichtbaren Glieder des Hinterleibs auf 5 oder weniger. Die restlichen Segmente sind teleskopartig ineinander geschoben und bilden bei den Weibchen eine Legeröhre, bei den Männchen eine Genitalröhre, die meist in den Hinterleib eingezogen werden und nicht sichtbar sind. Der Giftstachel ist verkümmert.Die Fühlergeißel ist elfgliedrig, sie sitzt auf einem Pedicellus, der mit dem Basalglied (Scapus) verbunden ist. Die Labialpalpen sind dreigliedrig, die Maxillarpalpen bestehen aus 5 Gliedern.Auf den Hinterflügeln befinden sich keine geschlossenen Zellen.

Lebensweise
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Alle Goldwespen haben eine parasitische Lebensweise, allerdings in unterschiedlicher Ausprägung: Es gibt Brutschmarotzer, ähnlich wie die Kuckucksbienen, bei denen die Larve die Wirtslarve tötet und sich dann vom Futtervorrat ernährt, und Parasitoide, die die Altlarven oder Puppen der Wirtsarten befallen. Als Wirtsarten kommen zahlreiche Stechimmen aus den Gruppen der solitären Faltenwespen, Grabwespen oder Bienen in Frage.

Systematik
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Die Familie der Goldwespen umfasst insgesamt 83 Gattungen. Diese werden in 5 Unterfamilien zusammengefasst, wenn man die Unterfamilie Parnopinae, die früher auch als Tribus Parnopini innerhalb der Unterfamilie Chrysidinae geführt wurde, hinzu rechnet. Bei den Amiseginae, Cleptinae und Loboscelidiinae haben die Männchen 5 sichtbare Abdominalsegmente, die Weibchen 4. Die Männchen der Parnopinae haben 4, die Weibchen 3. Bei der Tribus Allocoeliini der Unterfamilie Chrysidinae sind bei beiden Geschlechtern nur 2 Tergite und 3 Sternite sichtbar. Die anderen Triben dieser Unterfamilie haben je 3 Abdominalsegmente bei beiden Geschlechtern. Stand: 22. September 2014

Unterfamilie Cleptinae Gattung Cleptes (europäisch) Gattung Cleptidea Unterfamilie Amiseginae Unterfamilie Loboscelidiinae Gattung Loboscelidia Gattung Rhadinoscelidia Unterfamilie Chrysidinae Tribus Allocoeliini Gattung Allocoelia Tribus Elampini Tribus Chrysidini Unterfamilie Parnopinae Gattung Cephaloparnops Gattung Isadelphia Gattung Parnopes (europäisch)

Arten (Auswahl)
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Chrysis bicolor Blaugrünrote Goldwespe (Chrysis fulgida) Gemeine Goldwespe oder Feuer-Goldwespe (Chrysis ignita) Chrysis inaequalis (Dahlbom, 1845) Schneckenhaus-Goldwespe (Chrysis trimaculata) Bunte Goldwespe (Chrysis viridula) Kupfer-Goldwespe (Chrysura cuprea) Cleptes nitidulus (Fabricius, 1793) Hedychridium ardens (Coquebert, 1801) Sand-Goldwespe (Hedychrum nobile) Rosa Goldwespe (Hedychridium roseum) Pseudomalus auratus (Linnaeus, 1758) Blaue Goldwespe (Trichrysis cyanea)

Literatur
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Rolf Witt: Wespen. Vademecum Verlag, Oldenburg 2009, ISBN 978-3-9813284-0-0. Heinz Wiesbauer, Paolo Rosa, Herbert Zettel: Die Goldwespen Mitteleuropas – Biologie, Lebensräume, Artenporträts. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-8186-1149-1.

Weblinks#

Rote Liste gefährdeter Goldwespen (Hymenoptera: Chrysididae) Bayerns (PDF-Datei; 22 kB)

Die Goldwespen sind auffällig gefärbte Insekten, die zur Unterfamilie der Chrysididae gehören. Sie zeichnen sich durch ihre reduzierte Anzahl an Hinterleibssegmenten aus und haben keinen funktionellen Giftstachel. Goldwespen haben eine parasitische Lebensweise und parasitieren verschiedene Arten von Stechimmen wie Faltenwespen und Bienen. Es gibt insgesamt 83 Gattungen von Goldwespen, die in fünf Unterfamilien unterteilt sind. Einige bekannte Arten sind die Gemeine Goldwespe, die Schneckenhaus-Goldwespe und die Blaue Goldwespe.

Abstammungsdiagramm

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Dieser Text basiert auf dem Artikel Chrysididae aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 4.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.