Braunschwarze Nesselweichwanze (lat. Plagiognathus arbustorum)

Braunschwarze Nesselweichwanze
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Plagiognathus arbustorum ist eine Wanzenart aus der Familie der Weichwanzen (Miridae).

Braunschwarze Nesselweichwanze – Merkmale

Merkmale

Die Wanzen werden 3,6 bis 4,5 Millimeter lang. Sie sind sehr variabel gefärbt und haben eine Grundfarbe, die von blass olivgrün bis nahezu schwarz variiert. Ihr Kopf, der Vorderteil des Pronotums und die ersten beiden Glieder der Fühler sind aber in der Regel schwarz gefärbt. Charakteristisch für die Art sind die dunklen Ränder an den Schenkeln (Femora) der Hinterbeine. Dieses Merkmal tritt bereits bei den Nymphen späterer Stadien auf. Die Dornen an den Schienen (Tibien) der Hinterbeine sind gleich lang oder länger als die Schienen breit sind und entspringen in der Regel aus einem schwarzen Punkt. Das Pronotum und die Hemielytren sind mit dunklen Härchen besetzt. Die Nymphen haben eine grüne Grundfarbe und eine schwarze Zeichnung.

Braunschwarze Nesselweichwanze – Vorkommen und Lebensraum

Vorkommen und Lebensraum

Die Art ist in Europa, östlich bis Sibirien und Zentralasien verbreitet. Sie wurde durch den Menschen in Nordamerika eingeschleppt. In Mitteleuropa tritt die Art überall auf und zählt hier zu den häufigsten Wanzenarten. Sie steigt in den Alpen bis über 2000 Meter Seehöhe. Besiedelt werden mäßig trockene bis feuchte, bevorzugt schattige bis halbschattige, pflanzenartenteiche Lebensräume mit nährstoffreichen Böden, wie etwa Hochstaudenfluren, Ruderalflächen und auch Salzstellen. Die Art fehlt auf sauren und nährstoffarmen Böden, wie etwa in Hochmooren, Calluna-Heiden oder auf Sandmagerrasen.

Braunschwarze Nesselweichwanze – Lebensweise

Lebensweise

Plagiognathus arbustorum lebt polyphag an vielen verschiedenen krautigen Pflanzen. Die Art ist unter anderem an Pflanzenarten aus den Familien der Korbblütler (Asteraceae), Lippenblütler (Lamiaceae), Brennnesselgewächse (Urticaceae), Hülsenfrüchtler (Fabaceae), Rosengewächse (Rosaceae) und Doldenblütler (Apiaceae) nachgewiesen. Wachmann vermutet, dass die in der Literatur genannte Bevorzugung von Großer Brennnessel (Urtica dioica) möglicherweise nur mit der Dominanz der Pflanze zusammenhängt. Sowohl die Imagines, als auch die Nymphen saugen bevorzugt an den Knospen, den Blüten und den unreifen Früchten ihrer Nahrungspflanzen. Sie ernähren sich darüber hinaus gelegentlich auch räuberisch von Blattläusen und auch von Honigtau. Die ersten Imagines der neuen Generation treten Anfang/Mitte Juni auf. Auf Grund von unterschiedlich rascher Entwicklung in unterschiedlichen Lebensräumen treten sie noch bis September und Oktober auf. Denkbar ist allerdings, dass es sich bei diesen späten Tieren teilweise auch um solche einer zweiten Generation handelt, wobei im Regelfall nur eine Generation pro Jahr ausgebildet wird. Eine zweite Generation wird deswegen vermutet, da adulte Imagines gelegentlich auch schon im März und April auftreten und somit überwintert haben müssen. Die Weibchen stechen ihre Eier in die Stängel ihrer Wirtspflanzen ein. Sie verwenden dabei, wie auch manche anderen Weichwanzenarten, ihren Stechrüssel, um ein Loch für den Ovipositor vorzubohren.

Braunschwarze Nesselweichwanze – Weblinks

Plagiognathus arbustorum bei Fauna Europaea. Archiviert vom Original im Internet Archive. Abgerufen am 3. Juli 2015 www.britishbugs.org.uk – Fotos, Beschreibung

Abstammungsdiagramm

Gliederfüßer Insekten Wanzen Weichwanzen Behaarte Wiesenwanze Braune Schmuckwanze Braunschwarze Nesselweichwanze Bunte Zwerg-Weichwanze Eichenwanze Gelbkopf-Springweichwanze Gemeine Doldenwanze Gemeine Wiesenwanze Gepunktete Nesselwanze Glänzende Weichwanze Glatte Grasweichwanze Graswanze Große Graswanze Grüne Distelwanze Grüne Futterwanze Habichtskraut-Weichwanze Leuchtende Kräuterwanze Luzernen-Zierwanze Psallus varians Rainfarn-Weichwanze Rote Weichwanze Trigonotylus ruficornis Tupiocoris rhododendri Unbeständiger Schmalhans Zweifleck-Weichwanze Zweikeulen-Weichwanze Zweipunktige Wiesenwanze

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