
Lebensweise
Weibchen der europäischen Kuckuckshummeln ähneln oft in ihrer Färbung und Zeichnung ihren Wirtsarten (also den von ihnen parasitierten sozialen Hummelarten), diese Regel gilt aber nicht für die nordamerikanischen Arten der Untergattung. Als möglicher Grund wird Müllersche Mimikry vermutet. Die Kuckuckshummeln erscheinen nach der Überwinterung etwas später als die Königinnen der Hummelarten, bei denen sie parasitieren. Das Weibchen dringt in das noch im Aufbau begriffene Nest einer Hummel-Königin ein und beginnt dort mit der Eiablage. Dabei kommt es oftmals zu Kämpfen zwischen der eindringenden Kuckucks-Königin und den im Nest lebenden Arbeiterinnen, die jedoch im Regelfall gegen den Kuckuck nicht bestehen werden. Ein Kampf der beiden Königinnen scheint dagegen die Ausnahme zu sein. Die Kuckuckshummeln ähneln ihren Wirtsarten in der spezifischen Zusammensetzung der Kohlenwasserstoff-Moleküle ihrer Cuticula, die für die Erkennung der Arten wichtig ist, sie können sich so möglicherweise leichter unerkannt ins Nest schmuggeln. Kuckuckshummeln sind in der Regel wirtsspezifisch. Von 8 Arten ist nur eine einzige Hummelart als Wirt bekannt, bei 8 weiteren sind es wenige (2 bis 5), in der Regel verwandte Arten. Von den übrigen Arten liegen unzureichende Daten vor. Kuckuckshummeln sind generell seltener als ihre Wirte, ihr Verbreitungsgebiet ist in der Regel kleiner, vor allem zum Rand des Areals des Wirtes hin. Dadurch sind sie häufiger vom Aussterben bedroht als ihre Wirtshummeln.






