
Merkmale
Die mit 6 bis 18 Millimetern Länge kleinen bis mittelgroßen Wanzen haben einen im Vergleich zu den übrigen Vertretern der Überfamilie Pentatomoidea mehr langgestreckt-eiförmigen bis deltoidförmigen Körper. Das dreieckige Schildchen (Scutellum) ist nicht verbreitert und verdeckt das Corium der Hemielytren nicht. Es ist etwa halb so lang, oder weniger als halb so lang wie der Hinterleib. Die Tarsen sind zweigliedrig. Ihr Kopf ist seitlich gekielt. Die Fühler sind fünfgliedrig. Das Sternum am Mesonotum hat einen stark hervortretenden Kiel und am Sternum des dritten Hinterleibssegments befindet sich ein langgestreckter Dorn, der nach vorne gerichtet ist. Auf Grund dieser Merkmale hat die Familie ihre deutschen Namen. Am zweiten Hinterleibssegment sind außerdem die Stigmen durch die Metapleura verdeckt. Am Sternum des dritten bis siebten Hinterleibssegments befinden sich paarig angeordnete Trichobothria. Die Spermatheca der Männchen ist einfach gebaut, das achte Sternit der Männchen liegt frei. Bei den Weibchen ist der Hinterrand des siebten Sternums tief eingebuchtet. Die Weibchen besitzen ein oder zwei Paar Pendergastsche Organe (Drüsen an den Sterna des Hinterleibs). Diese sind abgeflacht und rund, oder langgestreckt und liegen seitlich am fünften bis siebten, oder nur am siebten Sternum. Bei den Nymphen befinden sich die Duftdrüsenöffnungen am Hinterleib jeweils zwischen dem dritten bis sechsten Tergum, wobei die vorderen Öffnungen bei manchen Arten klein sind. Der große Kiel am Mesosternum, der Dorn auf der Bauchseite des Hinterleibs, die zweigliedrigen Tarsen und die Pendergastschen Organe sind Autapomorphien der Familie. Bei vielen Arten ist außerdem ein Tuberkel auf den Maxillen ausgebildet.



